Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen in Münster Hiltrup
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Moritz
Sonntag, den 05. Juni 2011 um 16:23 Uhr
Am Mittwoch, den 01.06. hatte mit mir zumindest ein TRT-Mitglied das zweifelhafte Vergnügen auf der Energiekonferenz der CDU-Nordrhein-Westfalen den Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen in der Stadthalle Hiltrup zu sehen und zu hören sowie ihm zumindest zwei- drei kurze Fragen zu stellen.

Ich war mit der Sofa (Initative für sofortigen Atomausstieg) Münster da und wurde vom Umweltforum mit in den Saal genommen. Dort warteten etwa 500 Menschen, überwiegend CDU-Mitglieder auf den verspätet kommenden Minister.

Geplant war zunächst ein Vortrag von Herrn Röttgen, der neben Dingen, die ich sehr kritisch sehe auch durchaus positive Stellen enthielt (Zu dem gesamten Besuch siehe auch taz-Artikel), an den eine Diskussion folgen sollte.
Auf jedem Sitzplatz waren Zettel zu finden, mit denen mensch sich für eine Wortmeldung in eine Warteliste eintragen lassen konnte.

Nach einigen Wortmeldungen, u.a. von einem Menschen, dem zufolge die durch den Menschen vorangetriebene globale Erderwärmung nur 8 Hundertstel Grad Celsius beträgt und jemandem, der forderte, die AKW mögen doch weiterlaufen, entschied ich mich dazu, Herrn Röttgen auch ein paar Fragen zu stellen.
Bis ich an der Reihe war tat der Minister u. a. noch eine Kritik an Palmöl ab und beantwortete noch diverse andere Fragen.
Dann endlich: "Als nächstes darf sich (...) Herr ******** fertig machen"
Nach meinem Vorredner stellte ich dann zum einen die Frage, warum Herr Röttgen die erhöhte Krebsrate, besonders von Kindern, um AKW herum toleriert und zudem die Frage nach den immensen Klimaauswirkungen der Tierproduktindustrie (laut WWI 51% der weltweiten, durch den Menschen verursachten, Treibhausgase!), bzw. was er dagegen tue.
Ersteres leugnete Herr Röttgen nicht einmal, sagte aber, es gebe seitens der Wissenschaft keinen Hinweis auf kausale Zusammenhänge zwischen der hohen Krebsrate und den AKW.
Meine zweite Frage beantwortete er in etwa so, dass "wir" von Deutschland aus keinen Einfluss auf die Tierhaltung nehmen könnten, auf Nachfrage, warum er denn nicht als Minister als Vorbild fungiere, reagierte er nicht inhaltlich.

Als dann Herr Lammert es gegen Ende der Veranstaltung noch für nötig hielt, meine Äußerungen unernst zu betrachten ("(...) Auch noch anfangen würden, uns über die CO2 - Bilanz von Fleisch Gedanken zu machen(...)), wurde mir nochmals die dort vorherrschende Mentalität bewusst.
Schade das ganze.

Später hatte ich noch eine recht konstruktive, zumindest aber nette, Diskussion mit einem der Besucher.

Ich habe Herrn Röttgen des weiteren noch eine Mail geschrieben, in der ich u. a. nach der Urananreicherungsanlage in Gronau gefragt habe.
Ich bin gespannt auf die Antwort :-)


In diesem Sinne kernkraftfeindliche Grüße,

Moritz
 

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"Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben."

Mark Twain