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1. Allgemeines
Allein in Deutschland wurden im Jahr 2009 704 Mio. kg Fleisch hergestellt und verzehrt. Dies entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 88 kg Fleisch, Vegetarier und Veganer nicht mit einberechnet.

Statt direkter Ernährung von Pflanzen, werden diese erst an Tiere verfüttert, um einen viel kleineren Teil Fleisch zu gewinnen. Durch diese Prozedur und Verschwendung leiden viele Menschen Hunger.

2. Boden
Wenn die gesamte Weltbevölkerung mit der gleichen Menge an Fleisch versorgt werden sollte, wie die Industrieländer, wäre eine Landfläche von 25 Mio. km² notwendig. Dies sind 2/3 mehr, als die aktuell insgesamt bewirtschaftete Agrarfläche von 15 Mio. km².

Durch die Verwendung von Gülle und Mist aus der Massentierhaltung werden der Boden und die Gewässer mit Nährstoffen in Form von Nitrat und Phosphat überversorgt. Die überschüssigen Nährstoffe führen zu einer Verringerung der Artenvielfalt.

3. Luft
Laut dem WWI (Worldwatch Institut) verursacht die Tierhaltung etwa die Hälfte der weltweiten Treibhausgase. Der gesamte globale Verkehr trägt gerade mal 14 % bei.

Verantwortlich sind die Treibhausgase Kohlendioxid, Methan und Lachgas, die unter anderem durch die Belüftung der Ställe oder die Bewirtschaftung der Felder entstehen.

Berechnungen der Universität Gießen belegen, dass durch die Reduzierung von oder den Verzicht auf Fleischkonsum die meisten Treibhausgase verringert werden können. An zweiter Stelle steht die ökologische Erzeugung der Lebensmittel.

4. Wasser
Die Produktion tierischer Nahrungsmittel führt zu einem deutlich höheren Wasserverbrauch, als bei pflanzlichen Nahrungsmitteln notwendig ist. Für die gleiche Trockenmasse wird beim Anbau von Sojabohnen nur ein 26igstel der Wassermenge wie zur Herstellung von Rindfleisch benötigt.

Durch die Verteilung von Pestiziden und Gülle auf die Äcker gelangen überschüssige Nährstoffe in die Gewässer und sorgen dort für Algenwachstum, Sauerstoffentzug und Fischsterben.

5. Energie
Von Mai 2009 bis Mai 2010 wurden rund 13 Mio. Rinder in Deutschland gehalten. Die dafür notwendige Strommenge betrug 7,8 Mrd. kWh. Im Vergleich dazu verkauften die Stadtwerke Münster letztes Jahr 1,25 Mrd. kWh an die Bevölkerung von Münster.

Die Stadtwerke könnten Münster über 6 Jahre mit der Strommenge versorgen, die für ein Jahr bei der Haltung von Rindern verbraucht wird.

Fazit:
Es würde vielen Menschen, Pflanzen und Tieren besser gehen, wenn wir Alternativen zu tierischen Produkten suchen und nutzen würden.

 

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„Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie."

Aldous Huxley